Andreas J. Winkler, geb. 1974 in Koblenz, begann seinen musikalischen Werdegang auf dem Klavier, das lange Zeit sein Hauptausdrucksmittel war. Zur klassischen Musik gesellten sich bald Jazz und Rock, was in eine über zehnjährige kreative Mitgliedschaft bei der Indie-Band "The Fluids" (1997-2008), inklusive Touren in England und Spanien, mündete.

2007-12 studierte er Komposition (Künstlerischer Tonsatz) bei Prof. Johannes Schild, 2008-11 außerdem Musiktheorie (Pädagogischer Tonsatz) und Hörerziehung bei Prof. Friedrich Jaecker und Burkhard Wepner an der HfMT Köln.
2014-16 war er Lehrbeauftragter für Musiktheorie bzw. Tonsatz, Gehörbildung und Analyse an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen Herford sowie der HfMT Köln und der HfM Würzburg. Seit Oktober 2016 ist er Senior Lecturer für Musiktheorie und Gehörbildung am Salzburger Mozarteum.

Mit den ersten Kompositionen kam Andreas J. Winkler ziemlich früh „heraus“, zunächst entstanden Klavierwerke, dann kam es 1994 in Koblenz zur UA des Scherzo für Klavier und Orchester durch ein Jugend-Projektorchester aus Petersburger und Koblenzer Musikern. Nach einer längeren bandbedingten Pause wandte er sich ab 2004 wieder verstärkt der Kammer- und Vokalmusik zu und erlebte zahlreiche UA seiner Stücke (u. a. Orchesterstück „Aber“, die Oper „Kein Wille geschehe“, „Trois pièces lentes“ in Paris und Mannheim, UA des Klavierkonzerts im Juni 2015 mit Denis Ivanov und der Pitesti Filarmonia). 2012 gründete er mit Martin Brenne, Martin Jahnke und Philipp Kronbichler das Komponisten-Kollektiv „zeitKlang“, um der Kölner Neue-Musik-Szene eine neue und reichhaltige Facette hinzuzufügen.

„Kraft und Farbe“ ist das musikalische Credo Winklers. Er versucht, seinen unüberhörbaren Jazz-Einschlag mit Klängen à la Strawinsky und Berg sowie zunehmend polyphoner Komplexität in Einklang zu bringen und entdeckt dabei manch unbetretenen Seitenpfad.